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Montag, 7. April 2014

Warum ich meinen Schreibjob an den Nagel hängen sollte …


Es ist Montagmorgen. Das heißt, eigentlich ist es mitten in der Nacht. Jedenfalls was die Definition der Tageszeiten betrifft, die mir meine Eltern als Kind vermittelt haben. Es kostet mich eine gehörige Portion Überwindung, wenigstens ein Auge zu öffnen, um einen Blick auf die grellroten Zahlen der Digitalanzeige meines Weckers zu werfen:

5:15 Uhr.

In mir bricht ein innerer Kampf los, wie jeden Morgen. Aufstehen oder noch ein Stündchen die Augen zumachen? Ich weiß, dass mein neues Buch nur dann eine realistische Chance hat, jemals das Licht der Welt zu erblicken, wenn ich genau jetzt aufstehe und wenigstens achthundert oder besser tausend neue Wörter in den Computer klimpere. Also gebe ich mir einen Ruck.

Wie (fast) jeden Morgen.

Ich setze mich auf der Bettkante auf und frage mich, was um Himmels willen mich antreibt, die vor mir liegende Woche früher zu beginnen, als es eigentlich nötig wäre. Es ist das Buch. Die Geschichte, die seit Wochen in meinem Kopf herumgeistert und mehr und mehr Gestalt annimmt, je länger ich über sie nachdenke. Und die mich mit aller Gewalt dazu drängt, endlich auf meine treuen Leser da draußen losgelassen zu werden.

Also stehe ich auf und stolpere durch die Dunkelheit (Licht kann mein Betriebssystem im Status des Hochfahrens noch nicht ertragen). In der Küche findet mein Finger zielsicher den Knopf der Kaffeemaschine. Erst beim Erklingen des ersten Röchelns siedenden Wassers, das ganz allmählich in die gläserne Kanne tropft, fühle ich mich in der Lage, den Computer einzuschalten und das Schreibprogramm zu starten.

Das ist der Augenblick, in dem ich mich frage, worüber ich mich eigentlich beschwere. Während ich warm und trocken vor meinem Rechner sitze, und mir der Duft frischen Kaffees verführerisch in die Nase steigt, macht meine Protagonistin Stephanie gerade die Hölle durch. Und hat sie sich jemals bei mir darüber beschwert? Mitnichten. Seit ich sie gestern inmitten des größten Schlamassels zurückgelassen habe, harrt sie geduldig aus und wartet, dass ich ihre Geschichte weiter vorantreibe. Dass ich sie aus der Dunkelheit des Labyrinthes, in das ich sie geschickt habe, herausführen werde. Sie vertraut mir.

So, wie mir meine Leser vertrauen, wenn sie eines meiner Bücher kaufen. In der Erwartung, sich von mir für ein paar Stunden in eine andere Welt entführen zu lassen. Auch heute frage ich mich, ob es nicht für alle Beteiligten besser wäre, ich hinge meinen Job (nicht das Schreiben, sondern den, mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreite), an den Nagel. Wie viele Geschichten könnte ich erzählen, wenn mir mehr Zeit bliebe, als die wenigen Stunden zwischen der weichenden Nacht und dem Anbrechen eines neuen Tages? Leider bleibt mir bis dato jedoch keine Wahl, denn allein vom Schreiben leben zu können, ist lediglich ein Traum.

Warum aber nehme ich überhaupt die Mühe auf mich, Geschichten zu erfinden und diese zu Papier zu bringen? Warum quäle ich mich jeden Morgen aus dem Bett, anstatt mir die eine oder andere Stunde zusätzlichen Schlaf zu gönnen? Gibt es nicht auch ohne mein kreatives Schaffen genügend Bücher auf der Welt, um den Bedarf lesehungriger Menschen zu decken?

Zunächst einmal sei verraten: Ich erfinde keine Geschichten. Sie sind einfach da. Ob ich will, oder nicht. Und sie verlangen, erzählt zu werden. Eine Bitte, der ich nur allzu gerne nachkomme. Denn ich liebe es, Figuren zum Leben zu erwecken und sie durch ihre eigene Welt zu führen. Und dann gibt es noch etwas, das einen Autor geradezu süchtig macht:

Das Feedback seiner treuen Leser!

Und genau dort kommt ihr ins Spiel. Was gibt es Schöneres, als die Rückmeldungen begeisterter Leserinnen und Leser. Gibt es ein größeres Kompliment, als euch gut unterhalten zu haben und euch mit einem Buch in Welten entführt zu haben, die in meinem Kopf entstanden sind? Wenn ihr mit meinen Figuren mitfiebert und ihre Erlebnisse euch Gänsehaut auf die Arme treiben oder den Schlaf rauben - das ist meine Rache für meinen mangelnden Schlaf J - weil ihr unbedingt wissen müsst, wie die Geschichte weitergeht?

Nein, es gibt nichts, was einen Geschichtenerzähler mehr erfreut, als eure Begeisterung. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ein Feedback zu Stephanies Abenteuer „OTHERSIDE – Jenseits der Grenze“, das mich in Form eines Leserbriefes erreicht und wirklich bewegt hat, möchte ich euch an dieser Stelle (selbstverständlich mit dem Einverständnis der Verfasserin) nicht vorenthalten. Das meine Lieben, ist der wahre Grund, warum ich mich morgens aus dem Bett quäle (und nicht etwa chronischer Schlafmangel), um in die Tasten zu hauen:


„Hallo Tim, 
heute habe ich endlich die Zeit gefunden und „Otherside“ gelesen. Ich bin total begeistert und danke für die fantastische Entführung aus dieser Welt, in eine schaurig schöne Gänsehautwelt. Du hast wieder einmal so brillant geschrieben, dass deine Worte in meinem Kopf das perfekte Kino abspielten, herrlich! 
DANKE! Ich bin süchtig nach gutem Kopfkino, ich brauche und liebe Bücher, die mich in eine schaurige, sehr gern auch in eine brutale, blutige, unwirkliche Welt entführen. Und wenn ich dann meine reale Welt um mich herum komplett ausblenden kann und vollkommen eintauche und mich von der Geschichte des Buches tragen und mitreißen lasse, dann ist's für mich der perfekte Hochgenuss. Eine Kunst, vor der ich mich ganz tief verneige! 
Dies lieber Tim, fühle ich, wenn ich deine Geschichten lese und gelesen habe. Es ist Kunst und Hochgenuss, eben perfektes Kopfkino was du uns bescherst! Ich weiß, es muss ziemlich verrückt klingen, aber nach so guter Lektüre bin ich einfach nur glücklich und zufrieden! Ich danke dir von ganzem Herzen, für die wunderschöne Zeit, die mir deine Bücher geben!
Silke W.“


Wenn ich solche an mich gerichteten Zeilen lese, und mir morgen beim Aufstehen wieder die Frage stellen werde, ob ich meinen Schreibjob nicht doch an den Nagel hängen sollte, weiß ich, warum ich es nicht tue! Denn allein eure Begeisterung ist es wert, früh aufzustehen und auch weiterhin Geschichten entstehen zu lassen! Und dafür danke ich euch!

Übrigens: Wer wissen möchte, ob Stephanie den finsteren Abgründen, in die ich sie gestoßen habe, wieder entkommt, wird unter den nachfolgenden Links fündig - und erhöht mit dem Lesen der Geschichte vielleicht die Chance, dass ich in Zukunft doch mehr Zeit zum Schreiben haben werde :-)


„Otherside – Jenseits der Grenze“ gibt es als Taschenbuch (5,99 EUR) sowie als günstiges E-Book (1,49 EUR).

p.s.: Wer bezüglich meiner aktuellen Projekte auf dem Laufenden bleiben möchte, darf sich gerne auf meiner Webseite für meinen (natürlich kostenlosen) Newsletter registrieren!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Otherside: Jenseits der Grenze

Und wieder einmal ist es so weit! Am 10. Januar 2014 erscheint meine neue Horror-/Mystery-Novelle: "Otherside: Jenseits der Grenze"

"Es ist ein Raubtier. Es liegt den lieben langen Tag faul herum, aalt sich in der Sonne und macht den Anschein, als könne es keiner Fliege etwas zuleide tun. Aber wenn es dunkel wird und die Schatten sich darüber senken, erwacht es zum Leben. Und wenn Sie nicht auf der Hut sind, wird es über Sie herfallen. Es wird Sie packen und zerreißen. Das hat es schon immer getan."

Zum Inhalt:

Offiziell ist es der Auftakt zu einer neuen Artikelserie für ein Lifestyle-Magazin, der die Journalistin Stephanie von Bornstädt auf das geheimnisumwobene Gelände führt. Sie allein kennt die wahren Beweggründe ihrer Unternehmung. Es ist eine Reise auf den Spuren ihrer eigenen Vergangenheit. Und diese führen sie an einen Ort, von dessen Existenz kaum jemand etwas ahnt. Die uralte Macht, auf die sie bei ihren Nachforschungen stößt, ist böse. Ein Raubtier, das in der Dunkelheit lauert und gnadenlos zupackt. Das jeden vernichtet, der ihm zu nahe kommt.


Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und eine gehörige Portion Grusel!

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Weihnachtszeit = Geschenkezeit!

Aus diesem Grund und zur Einweihung meiner nagelneuen Webseite schenke ich euch, wie während der letzten Tage angekündigt, eine unveröffentlichte und bisher exklusiv auf diesem Wege zu bekommende Kurzgeschichte: "Das Ding aus dem Schrank"

Wie ihr an die Geschichte kommt, findet ihr auf meiner nagelneuen Webseite!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Montag, 11. November 2013

*** HILFE FÜR DIE TAIFUN-OPFER AUF DEN PHILIPPINEN! ***


Da ich als begeisterter Taucher schon mehrfach auf den Philippinen war, und dieses Land mir sehr am Herzen liegt, habe ich mich entschlossen, auch meinen bescheidenen Beitrag zur Hilfe für die Betroffenen zu leisten:

Aus diesem Grund habe ich den Preis für meine Kurzgeschichtensammlung "Tödliche Nächte" vorübergehend auf 2,99 EUR angehoben (Ab dem 12.11.2013, bitte Aktualisierung durch Amazon abwarten!). Der komplette Reinerlös aller E-Book-Verkäufe "Tödliche Nächte" bis zum 30.11.2013 geht als Spende an den Duisburger Verein "I.S.A.R. Germany - International Search and Rescue", dessen ehrenamtliche Helfer bereits vor Ort sind, um Verletzte zu versorgen!

Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, ein paar Euro zusammenzusammeln und den Menschen auf den Philippinen auf diese Weise Direkthilfe zukommen zu lassen! 

HIER GEHT´S ZUM BUCH!

Samstag, 9. November 2013

Horror hilft Kids!

Gänsehaut-Feeling und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun!

Die von Astrid Pfister und Lutz C. Frey ins Leben gerufene Initiative hilft bedürftigen Kindern im Rahmen einer Weihnachtsfeier des SUNRISE-Ruhr e.V..

Gerne habe ich mich 10 namhaften Autoren und Verlagen angeschlossen, die bereits signierte Bücher für die Verlosung zur Verfügung gestellt haben. Wer also die Chance auf von den Autoren exklusiv signierte Grusel-Literatur haben und dabei auch noch ein gutes Werk tun möchte, der findet unter diesem Link alle weiteren Informationen.



p.s.: Von meiner Seite wandert eine signierte Taschenbuchausgabe "Das Schloss" in den Lostopf.


Sonntag, 23. Juni 2013

Horror-Legionen im Anmarsch!

Was lange währt wird (endlich) gut! Die anrückenden Horror-Legionen werfen ihre furchteinflößenden Schatten voraus! Das von Doc Nachtstrom initiierte Projekt, der vielleicht einzigartige Almanach deutschsprachiger Horror- und Mystery-Autoren, wird in Kürze im Amrun-Verlag erscheinen. Auf rund 440 Seiten erwartet den Leser eine bunte Mischung schauriger und blutrünstiger Geschichten. Ich freue mich, dass auch ich mich in die illustre Reihe großartiger Genre-Autoren einreihen durfte, und meine Lovecraft-Hommage "Musik der Finsternis" in diesem wundervollen Band ihre Heimat gefunden hat!





Das absolute Who-is-Who deutscher Horror- und Mystery-Autoren - Vereint in diesem dicken Band voller grausamer und schauerhaften Geschichten: Arthur Gordon Wolf, Bernhard Reicher, Carmen Weinand, Constantin Dupien, Daniela Herbst, Des Romero, Guido Ahner, John Aysa, Karin Reddemann, Kristina Lohfeldt, Marc Gore, Marc Hartkamp, Meryjaine Webster, Michael Sonntag, Moe Teratos, Rona Walter, Sean Beckz, Sönke Hansen, Stefanie Maucher, Thomas Backus, Tim Svart, Tony Lucifer, Torsten Scheib, Vincent Voss, Werner Skibar, Xander Morus

Herausgeber: Dr. Nachtstrom
ca. 440 Seiten Taschenbuch
Amrûn Verlag Jürgen Eglseer

Das Buch kann absofort vorbestellt werden, Auslieferung erfolgt Ende Juni / Anfang Juli.

Dienstag, 16. April 2013

"Tödliche Nächte" mit neuem Cover

Nach dem überragenden Feedback zum neuen Cover des Horror-Bestsellers "Das Schloss", erscheint nun auch die Kurzgeschichtensammlung "Tödliche Nächte" mit einem neuen Umschlag von Timo Kümmel. Die neuen Versionen des Ebooks sowie des Taschenbuches sind in Kürze erhältlich.